Behandlung von Hirntumoren

Hypophysenadenome

Die Hypophyse oder Hirnanhangdrüse ist eine hormonproduzierende Drüse, welche sich ungefähr in der Mitte des Schädels an der Schädelbasis befindet. Tumoren dieses Organs (Adenome) sind gutartig und produzieren in der Hälfte aller Fälle ein Übermaß an Hormonen.

Hypophysenadenome verursachen Symptome, welche in drei Kategorien unterteilt werden können:

  • Als raumfordernder Prozess und Verdrängung von wichtigen Strukturen mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Hydrozephalus, Gesichtsfeld- Einschränkungen und Sehkraftstörungen bis hin zur Erblindung.
  • Störung der normalen physiologischen Funktion der Hypophyse : Hormondefizite
  • Hormon Überproduktion: Akromegalie, Morbus Cushing, Prolaktinom
Tumoren, die durch die Raumforderung Probleme verursachen, müssen kurzfristig im Umfang abnehmen. Seltener geht das mit Medikamenten, sodass ein mikrochirurgischer Eingriff notwendig ist. Kleinere hormonproduzierende Adenome werden oft erfolgreich mit Medikamenten behandelt. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht oder die Medikamente vom Patienten nicht vertragen werden, muss auch hier ein mikrochirurgischer Eingriff erfolgen.

Weil die mikrochirurgische Behandlung (meistens mit nasalem Zugang) sehr effektiv und nur wenig belastend ist, kommt das Gamma Knife nur bei rezidivierenden Tumoren oder Tumoren an sehr empfindlichen Stellen zum Einsatz. Bei ~90% der Tumoren ist mit der Gamma Knife Behandlung ein Tumorwachstumsstillstand zu erreichen. Die Hormonwerte normalisieren sich für Cushing Patienten bei 60-70%, für Prolaktinom Patienten liegt das bei ~60% und bei Patienten mit Akromegalie in nur 40% der Fälle. Nebenwirkungen treten in 1-3 % der Behandlungen auf.