Kosten

Die Kostenübernahme trägt je nach Versicherung die Krankenkasse

Kosten bei privaten Krankenversicherungen

Im privatärztlichen Bereich werden die Kosten der radiochirurgischen Behandlung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Dies geschieht auf Basis einer von der Bundesärztekammer genehmigten Analogbewertung. Auf dieser Basis werden die Kosten von privaten Krankenversicherungen erstattet.

Während die Radiochirurgie mit dem Gamma Knife Vertragsleistung im stationären Bereich ist, ist die Situation im ambulanten Bereich komplizierter. Das ist übrigens eine deutsche Besonderheit, die bei ärztlichen Kollegen aus dem EU Ausland regelmäßig für ungläubiges Kopfschütteln sorgt.

Kosten bei gesetzlichen Krankenversicherungen

Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestehen zwischen dem MVZ Gamma Knife Zentrum (Krefeld und Hannover) und einer zunehmenden Zahl gesetzlicher Krankenkassen Verträge der integrierten Versorgung (sogenannte IV – Verträge). Dabei stand den Versicherten der DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) als erster Gruppe von Versicherten in Deutschland die Gamma Knife Radiochirurgie ohne aufwändiges Antragsverfahren im Bedarfsfall zur Verfügung. Die Techniker Krankenkasse war die nächste große Krankenkasse, die mit unseren Zentren Selektivverträge abgeschlossen hat. Weitere Krankenkassen wie AOK-Rheinland – Hamburg, BKK Mobil Oil, Schwenninger BKK, AOK-Niedersachsen u.a. sind diesem Beispiel gefolgt.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte gibt es noch immer gesetzliche Krankenversicherungen bei denen kein Anspruch auf Kostenerstattung im ambulanten Bereich besteht. Seit 1994 ist die Radiochirurgie in Deutschland erfolgreich. Weltweit wird sie seit den 1970er Jahren angewandt. Dennoch ist eine Aufnahme der Radiochirurgie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen bis heute nicht erfolgt. Der zuständige Bundesausschuss hat zwar einer Erprobung zugestimmt, ist aber mit der Erstellung der entsprechenden Richtlinie seit Ende 2018 im Verzug. Daher müssen weiterhin Patienten die Kostenübernahme für eine ambulante radiochirurgische Behandlung bei Ihrer Krankenversicherung beantragen. In den letzten Jahren wurde in tausenden Fällen eine Kostenübernahme im Rahmen von Einzelfallentscheidungen zugesagt.

Wir bieten Ihnen bei der Beantragung der Kostenübernahme Hilfestellungen an. Nach dem Beratungsgespräch und der Indikationsstellung erhalten Sie von uns einen Arztbrief mit einem Kostenvoranschlag. Dieses Dokument reichen Sie bei Ihrer Krankenversicherung ein. Sobald Sie von Seiten der Versicherung eine schriftliche Bestätigung erhalten haben, nehmen Sie wieder Kontakt mit uns auf, um einen Behandlungstermin zu vereinbaren. Im Falle einer Ablehnung raten wir Ihnen ebenfalls Kontakt mit uns aufzunehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.